Die Schlammbehandlungsanlage an der Winterhaldenstrasse auf dem Gemeindegebiet Männedorf, dient sechs Gemeinden mit fünf Kläranlagen als Verwerter der anfallenden Klärschlämme aus dem Abwasser. Ohne diesen Zweckverband der Gemeinden Männedorf, Egg, Hombrechtikon, Mönchaltdorf, Oetwil am See und Stäfa, müsste jede ARA eine eigene Schlammverwertung bei ihrer Anlage bauen.

Der Kanton Zürich schreibt sinnvollerweise vor, dass die Energie, welche noch im Klärschlamm enthalten ist, zuerst genutzt werden muss. Erst danach darf er der Verbrennung zugeführt werden.

Jede Woche werden ca. 500 To. Frischschlamm angeliefert und ca. 50 To. entwässerter Schlamm zur Nano Verbrennungsanlage Werdhölzli in Zürich gebracht.

Im Jahr 2017 wurden insgesamt 31`887 to. Schlamm angeliefert. Im Jahr 2016 waren es 32`209 Tonnen.

Zur Mono-Verbrennungsanlage "Werdhölzli" in Zürich wurden im Jahr 2017, 2`101 Tonnen entwässerter Schlamm gebracht.


Der Schlamm wird von Montag bis Freitag mit dem Tankwagen angeliefert. Nach einer Vorreinigung mittels Strainpresse, gelangt der Schlamm in die beiden Faultürme, welche über ein Gesamtvolumen von 2`500 m3 Inhalt verfügen. Bei einer Temperatur von ca. 40° Celsius und mithilfe von Mikroorganismen, wird Methangas erzeugt, welches als Energieträger weiter genutzt wird und gleichzeitig das Schlammvolumen um ca. 30% reduziert. Der ausgefaulte Schlamm wird über den Dekanter (Zentrifuge) vom Wasser getrennt und mit ca. 35% Trockensubstanz nach Zürich Werdhölzli zur Verbrennung gebracht.


Ein Blockheizkraftwerk (BHKW), bestehend aus Gasmotor mit gekoppeltem Generator, speist die erzeugte elektrische Energie ins Netz ein. Die Energie wird als kostendeckende Einspeisung aus Klärgas vergütet. Die entstehende Abwärme des Gasmotor`s wird zur Erwärmung des Klärschlamm`s und für Heizzwecke verwendet.